Die Aktion einer Angelrute ist ihr Ausschlag oder die Art, wie
sie sich beim Anhieb oder Wurf mit einer mittleren
Wurfgewichtsbelastung durchbiegt. Die Aktion einer Rute entscheidet
über ihre Wurf- und Drilleigenschaften und wird im
Wesentlichen vom Material, seiner Verarbeitung sowie vom Gewicht
und von der Rutenlänge bestimmt.
Bei den heute üblichen Angelruten werden folgende Aktionsgrade
unterschieden:
1. Spitzen-Aktion (bei HiKi gekennzeichnet durch
A):
Bei diesen Ruten biegt sich nur der obere Teil der Rute in einem
festgelegten Maß. Der übrige Teil der Rute hat ein
"steifes Rückgrat". Zugleich kann die Schnur sehr schnell vom
Wasser abgehoben werden. Ruten mit Spitzen-Aktion ermöglichen
einerseits weite, kraftvolle Würfe, andererseits ist die harte
Spitze sensibler, beim Erkennen eines Bisses und bei der
Köderführung.
2. Semiparabolische Aktion (bei HiKi
gekennzeichnet durch B):
Eine Angelrute mit dieser Aktion biegt sich von der Spitze bis
ungefähr zur Hälfte der Rute. Damit ist ein Anhieb
über lange Entfernungen möglich. Es handelt sich hierbei
um vielseitig einsetzbare, kräftige Ruten, die für das
Werfen großer Köder und den Drill größerer
Fische wie Hecht, Huchen oder Karpfen konstruiert sind. Sie eignen
sich auch für hohe Belastungen, wie sie etwa beim
Meeresfischen vom Boot aus auftreten.
3. Parabolische Aktion (bei HiKi gekennzeichnet
durch C):
Diese Angelruten biegen sich in Ihrer ganzen Länge durch, das
heißt von der Spitze bis zum Handgriff. Zu diesem Typ
zählen vor allem leichte Fliegen- oder Spinnruten. Angelruten
mit parabolischer Aktion haben zwar nur eine beschränkte
Wurfweite, bieten aber große Reserven beim Drill großer
Fische. Sie sind besonders für die Verwendung geflochtener
Schnüre geeignet. Die Ruten werden als weich bezeichnet.

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