FutterkorbDas Anfüttern der Fische mit einem Futterkorb war früher in einigen Gegenden, vor allem bei Fischern die Grundangeln betrieben, üblich. Heute wird der Futterkorb nur noch relativ selten zum Anfüttern von Friedfischen angewendet. Das Anfütterungsmaterial wird dabei in ein, mit einer Beschwerung (meist Bleieinlage) versehenes Kunststoffkörbchen gegeben und auf Grund gelegt. Die Bebleiung ist entweder am unteren Ende des Futterkorbes oder seiner Länge nach angebracht. Durch die Strömung wird das Futter langsam abgegeben und die Fische angelockt. Angeln mit dem Futterkorb erfordert vor allen Dingen ein gutes Auge, denn landet der Futterkorb immer an einer anderen Stelle, so wird der Köder über eine zu große Fläche verteilt, sodass es zwangsläufig zu weniger Bissen kommt. Trifft man dagegen stets an die gleiche Stelle, bietet den Köder also auf einem eng begrenzten Raum an, so sind die Erfolgschancen wesentlich größer. Das Futter darf weder zu klebrig noch zu trocken sein. Auch die Hakenwahl und das Gewicht des Futterkorbes beeinflussen die Fangquote. Der Haken muss klein genug sein, um die Beutefische nicht zu verscheuchen, andererseits aber groß genug, um jeden Fisch sicher zu landen. Der Futterkorb sollte so leicht wie möglich sein. Seine Größe ist vom zulässigen Wurfgewicht der Rute und besonders von der verwendeten Schnurstärke abhängig. Sie sollte bei leichteren Futterkörben nicht über 0,16 mm, bei schweren Futterkörben nicht über 0,20 mm betragen. Ideal ist, wenn es den Grund nicht berührt, sondern über ihm schwebt, damit die Schnur-spannung und der Biss möglichst direkt bis zur Rutenspitze durchgeht. Es gibt Futterkörbe, die nach beiden Seiten offen sind und
solche, die geschlossen sind. Die Offenen eignen sich besonders
für Teig mit Maden, Geschlossene für lose eingegebene
Maden. Offene Futterkörbe sind in langsam fließenden oder
stehenden Gewässern vorteilhafter während geschlossene
Futterkörbe bei Gewässern mit starker Strömung und
größerer Wassertiefe den Vorteil haben, dass sich das
Futter nicht zu rasch und zu weit verteilt.
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