JigKünstlicher Köder, der aus einem Metallkopf (Jig-Kopf)
mit oder ohne Kunststoffummantelung und einem Körper aus
weichen Kunststoffschläuchen, Federn, Bändern oder
dünnen Metallstreifen besteht. Er ist den Tintenfischen, der
Lieblingsbeute vieler Hochseefische, nachempfunden. Im Unterschied
zu Blinkern, Pilkern oder Spinnern, die in erster Linie aus Metall
bestehen, sind Jigs häufig Fantasiegebilde in grellbunten
Farben, die mit ihrem Vorbild, dem Tintenfisch, nichts gemeinsam
haben. Jigs werden beim Angeln im Salz- wie im Süßwasser
verwendet. Ihre Fängigkeit beruht zum Einen auf der, beim
Schleppen entstehenden ungleichmäßigen Druckwelle, welche
die Seitenlinie des Fisches reizt, zum Anderen auf dem farbigen
Körper, mit dem die Augen angesprochen werden. In tropischen
Gewässern werden sie vor allem zum Fang von Barrakudas,
Marlinen und Thunen verwendet. Die Montage erfolgt meistens mit
Stahlvorfächern an – je nach Größe der Jigs
(bis zu 50 cm) – Haken der Größe 6/0 bis 14/0. Beim
Hochseeangeln vor nordwesteuropäischen Küsten werden beim
Fang von Dorscharten zunehmend bis zu 5 cm lange Bleikopf-Jigs
eingesetzt.
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