Regelmäßige und richtige Pflege des Angelgeräts
ist für jeden Angler von großer Wichtigkeit, denn nur sie
gewährleistet die ordnungsgemäße Funktion und das
korrekte Zusammenwirken der einzelnen Teile.
Die Außenseiten der Rute reinigt man mit einem feuchten
Lappen. Bei Teleskopruten sollte man die Endkappe abnehmen und die
Innenseiten gut durchspülen. Dadurch werden die einzelnen
Steckteile von Sand und anderen feinen Schmutzteilen, die sonst
Kratzer hinterlassen würden, befreit. Durch Einsprühen
mit einem Cockpit-Spray (Autozubehör) verleiht man ihnen neuen
Glanz. Den Rollenhalter reinigt man am besten mit einer kleinen
Bürste (Zahnbürste) und sprüht ihn dann zum Schutz
vor Rost mit Öl ein. Dadurch wird das Schraubgewinde
leichtgängiger. Lassen sich die einzelnen Teile einer
Steckrute nur schwer voneinander lösen, so verwendet man am
besten Graphitpuder oder einen Rutenwachsstift. Großes
Augenmerk sollte auf die Rutenringe gelegt werden. Sind sie rau
oder geplatzt, müssen sie erneuert werden. Unansehnliche
Korkgriffe schrubbt man mit einer alten Handbürste ab. Der
Kork liegt danach wieder griffiger in der Hand.
Die Rolle wird zunächst mit einem feuchten Lappen und
einem Pinsel von äußerlich sichtbarem Schmutz gereinigt.
Anschließend schraubt man die Seitenplatte ab und säubert
die beweglichen Teile. Dazu benutzt man am besten einen
gröberen Pinsel und Wattestäbchen. Verharzte und
schwergängige Schmiermittel können am besten mit Waffen-
oder Universalöl gelöst werden. Zum Schmieren des
Getriebes verwendet man spezielle Fette, die kleine, runde
Teflon-Partikel enthalten. Sie setzen sich in die kleinsten
Unebenheiten des Materials und wirken wie Kugellager. Die
Verwendung von normalem Öl bietet nur einen kurzfristigen
Schutz, denn es verflüchtigt sich
verhältnismäßig schnell bzw. wird vom Wasser
ausgewaschen. Bevor die Rolle beiseite gelegt wird, sollte man die
Bremse lösen, denn nur so behält die Bremse ihre volle
Spannkraft.
Auch die Angelschnur bedarf besonderer Beachtung. Ist sie
nur auf den ersten Metern aufgeraut, kann man das betroffene
Stück abschneiden. Spult man die restliche Schnur auf eine
Ersatzspule um, so kommt das wenig benutzte Ende oben zu liegen und
die Schnur kann noch einige Zeit verwendet werden. Nach
spätestens 3 Jahren sollte auf jeden Fall die komplette Schnur
erneuert werden.
Fliegenschnüre zieht man im Winter einmal durch ein
Pflegemittel, das auf einem weichen Lappen verteilt wird. So wird
anhaftender Schmutz entfernt und die Schnüre werden wieder
geschmeidig.
Künstliche Köder werden mit einem Topfreiniger
oder Stahlwolle gereinigt.
Haken schleift man nach, rostige Haken werden
ausgetauscht.
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