StahlvorfachAuch Stahldrahtvorfach. Kurzer, 10 bis 50 cm langer, dünner
Stahldraht (oder Stahlseide), der als Vorfach beim Raubfischfang
dient. Die Länge sollte mindestens 30, besser 50 cm betragen.
Bei Verwendung kleiner Köder oder Fischfetzen sollte, wenn
kein Hecht, Wels oder Zander zu erwarten ist, auf ein Stahlvorfach
verzichtet werden, da es durch seine Starrheit viele Bisse
verhindert. In jedem fall sollte das Stahlvorfach nicht
stärker sein als unbedingt notwendig. Wirbel und
Einhänger müssen zur Tragkraft des Vorfaches passen,
genauso wie die Tragkraft des Stahlvorfaches zur Schnurstärke.
Beim Kauf fertig montierter Stahlvorfächer sollte man
besonders auf die Schlaufenverbindungen achten, denn sie sind
Schwachstellen. Mit bloßem Draht umwickelte Enden
(Spiralwicklungen) brechen sehr schnell. Den geringsten
Tragkraftverlust haben gequetschte Stahlvorfächer, denn
Quetschhülsen und plastikummantelter Stahldraht passen am
besten zusammen. Sie sind ideale Vorfächer zum Spinnfischen,
da sie kaum verdrallen. Sie sind preiswert; der Kusntstoffmantel
bietet doppelten Schutz. Gequetschte Stahlvorfächer sind
allerdings auch sehr starr und eignen sich daher nicht unbedingt
für Naturköder. Außer kunststoffummantelten
Drahtvorfächern gibt es Stahlvorfächer, die mit einem
Geflecht aus Dyneema oder Kevlar verwoben sind
(„brainded“). Diese Vorfächer sind wesentlich
flexibler und eignen sich vor allem zum Fang von Aal und Zander.
Mit ihnen lassen sich selbst komplizierte Systeme einfach
herstellen. Sie sind jedoch nicht vollkommen bissfest und
Quetschhülsen rutschen wegen der besonders glatten
Oberfläche des Materials bei starker Belastung schnell durch.
Das Binden von Knoten erfordert einige Übung, da es sonst
leicht zu Knicken kommt. Am häufigsten und besonders zum
Angeln mit Naturködern geeignet sind Stahlvorfächer aus
Stahlseide.
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