TollkeulenAuch Dröhnen oder Prellen. Eine früher angewandte,
besondere Technik beim Fang der Fische, vor allem von Hechten,
Ruten und Zandern im Winter. Bei nicht zu starkem und noch
durchsichtigem Eis wurde mit mehreren kräftigen Schlägen
mit einer Keule auf das Eis geschlagen. Die darunter stehenden
Fische im durch Eis und Schneebedeckung sauerstoffarmen Winterlager
wurden dadurch aufgeschreckt und schwammen wie toll bzw. wie
betäubt umher, drehten sich um und sperrten als Folge von
Atemnot das Maul auf. Bevor sich die Fische erholen konnten, wurden
sie schnell von den Fischern mit Keschern ergriffen. Das Tollkeulen
ist nach den Fischereigesetzen verboten und verstößt
gegen das Tierschutzgesetz sowie gegen die Grundsätze einer
waidgerechten Fischhege. Tollkeulen war früher auch eine
Methode der Fischwilderei.
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