Tenkara

Das neue "alte" Fliegenfischen!

Tenkara ist älteste Form des Fliegenfischens, bei der nur eine Rute, eine Schnur und eine Fliege verwendet werden. Der Name Tenkara kommt aus dem japanischen und bedeutet so viel wie „vom Himmel schwebend“. Das Tenkara-Fischen entstand ca. 800-900 v. Chr. in japanischen Bergregionen und wurde in Europa erstmals Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt.

 

Die Ausrüstung besteht aus:

-          Dünnwandige Teleskopruten (3,60m)

-          Traditionelle, geflochtene Schnur in Rutenlänge oder  in Nylon in beliebiger Länge

-          Vorfach mit mindestens 0,15 mm Durchmesser

-          Traditionelle Tenkara Fliegen oder jede andere Trocken-, Nassfliegen  genau so Nymphe

 

Das Tenkara-Fischen punktet durch seine Einfachheit, Kostengünstigkeit, und  durch geringe und leichte Ausrüstung die benötigt wird.. Die Präsentation der Fliege erfolgt ohne Mending und ohne Scheuchwirkung. Fliegen können lange an einem kleinen Platz präsentiert werden und beim Anwerfen kann man ganz einfach auf Distanz zum Fisch bleiben.

Tenkara ist besonders für Anfänger oder Jugendliche geeignet, da es aufgrund der Leichtigkeit der Ausrüstung und der guten Fangerfolge leicht zu erlernen ist. Am besten wird die Tenkara-Methode in kleineren Bächen und Flüssen angewandt, kann aber auch eine Vielzahl von anderen Fischen ausgeübt werden, sowohl auf Fried- als auch auf Raubfische.

In Tests wurde ein bis zu 5facher größerer Fangerfolg zu herkömmlichen Fliegenfischen erzielt.

 

Wie funktioniert es?

Tenkara gehört zum Bereich des Fliegenfischens, ähnelt aber dem Tippfischen, da ohne Beschwerungen oder Windunterstützung gefischt wird. Ursprünglich zählt das Tenkara-Fischen zum Fischen mit Nassfliegen. Dabei werden die Fliegen ca. eine Handbreit unter der Wasseroberfläche angeboten. In der heutigen Zeit wird Tenkara aber mit allen Arten von Fliegen ausgeübt.

Das Werfen einer Tenkara-Rute ist auf für Anfänger leicht zu lernen. Deshalb ist diese Methode auch für Kinder ein guter Einstieg in das Fliegenfischen. Hauptwurfart ist der Überkopfwurf. Dieser wird mit einer vertikal nach vorne geneigter Wurfebene ausgeführt. Wicht dabei ist der Stopp beim Vorwärtswurf, damit sich die Leine ausrollen und die Wurfenergie bis zur Fliege übertragen kann.

Aber auch andere bekannte Würfe des Fliegenfischens können verwendet werden, wie zum Beispiel der Unterhandwurf, der Pfeil- und Bogen-Wurf, der seitliche Wurf knapp über der Wasseroberfläche, der Rollwurf, der Schlangenwurf usw.

Eine gewisse Strategie ist aber wichtig beim Tenkara-Fischen. Der Fischer muss im Vorfeld seine Umgebung erkennen und wissen, wo er hinwerfen, wie er den Bereich abfischt, wie er den Fisch drillen und wo er ihn landen will.

 Bei kleineren Flüssen und Bächen mit viel Vegetation sollte eine kurze Rute verwendet werden. Die Rutenlänge kann außerdem noch durch unterschiedliches Halten des Griffes oder das Zusammenfahren einer Teleskoprute verändert werden.

Traditionell wird die Nassfliege eine Handbreit unter der Wasseroberfläche angeboten. Die Fliege kann aber auch durch das Wasser gezogen werden, indem die Rute parallel zur Wasseroberfläche in kurzen Zügen bewegt wird. Hebt man dann die Rute vom Wasser ab, steigt die Fliege auf und simuliert einen Aufsteiger.

In klaren Gebirgsbächen ist die Tenkara-Upstream-Technik von Vorteil. Es wird flussaufwärts gefischt, wodurch die Forelle den Fischer viel weniger sieht. Das erhöht natürlich den Fangerfolg um ein Vielfaches!

 

Die Rute:

3,60 Meter lange Ruten sind für kleiner Flüsse und für Bäche besonders geeignet. Diese Länge gibt dem Fischer die Möglichkeit, besser auf Situationen im Gewässer zu reagieren.

 

Die Schnur:

Zwei Arten von Schnüren sind für das Tenkara-Fischen geeignet. Erstens die traditionelle, geflochtene Schnur und zweitens eine moderne im Durchmesser gleich bleibende monofile Schnur, die extra für das Tenkarawerfen entwickelt wurde.

 

Das Zubehör:

Neben Rute, Schnur, Vorfach und Fliege wird für das Tenkara-Fischen noch ein Schnurhalter, nach Bedarf ein Kescher, sowie einige Kleinutensilien wie Schnurclips oder Schwimmfett benötigt. Moderne Tenkara-Ruten können mit jeder Arten von Fliegen gefischt werden, die Besonderheit an den speziellen Tenkara-Fliegen ist ein weicher, eingebundener Hechel. Besonders gute Fangerfolge erziehlt man mit einer Nassfliege an der Spitze und einem Seitenarm mit einer gut sichtbaren Trockenfliege zusätzlich.


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