Werfen
Bei allen Wurfarten hält ein Rechtshänder die Rute mit
der rechten Hand, wobei der Rollenfuß der Stationärrolle
zwischen Ring- und Mittelfinger liegt. Bei Linkshändern
funktioniert alles sinngemäß mit der linken Hand. Jetzt
wird die Schnur vom Schnurfangröllchen der Rolle, auf die
Spitze des rechten Zeigefingers genommen und der
Schnurfangbügel geöffnet. Damit man den Köder nun zu
den Fischen befördern kann, muss man nur zwei Würfe
beherrschen.
Unterhandwurf
Der Unterhandwurf eignet sich speziell für kurze Entfernungen
und Würfe unter Hindernisse, wie überhängende
Zweige. Für diesen Wurf muss der Köder oder das Blei
wenigstens einen Meter unter der waagrecht gehaltenen Rutenspitze
hängen. Durch kurze, sanfte Auf- und Abbewegungen der Spitze
und gleichzeitige waagerechte Vor- und Zurück-Bewegungen mit
dem Unterarm der Rutenhand, bringt man den Köder ins Pendeln.
Sobald er beim Rückschwung bis kurz unter die Rute kommt, wird
die Rute bis zu etwa der 8-Uhr-Position eines gedachten
Ziffernblatts in Richtung Boden, beziehungsweise
Wasseroberfläche gesenkt und mit Schwung wieder in die
10-Uhr-Position gebracht. Jetzt hat der Köder seine maximale
Beschleunigung von der Rutenspitze erreicht und man kann die Schnur
vom Zeigefinger freigeben — der Köder fliegt.
1. Pendeln und Schwung holen.

2. Letzten Rück- und Vorschwung kräftig beschleunigen.
Bei leicht angehobener Rute die Schnur loslassen.

Überkopfwurf
Beim Überkopfwurf bewegt sich die Rutenspitze mit Schwung
über die Schulter, bis etwa ein oder 2 Uhr nach hinten. Hat
der Köder seine hinterste Position erreicht, wird die
Rutenspitze wieder nach vorn beschleunigt. Sobald die Rute und
damit auch der Köder wieder auf 10 Uhr zeigt, gibt man die
Leine frei. Dieser Wurf kommt hauptsächlich für weite
Würfe oder bei einem Hintergrund ohne gefährlich nahe
Hindernisse wie Büsche oder Bäume in Frage.
1. Pendeln und zielen.

2. Rutenspitze zügig über die Schulter führen,
das Wurfgewicht bis zum hintersten Punkt schwingen lassen und die
Rute mit Schwung wieder nach vorn drücken.

3. Rute weiter nach vorn ziehen und die Schnur loslassen, sobald
die Spitze nach oben zeigt. Denn jetzt ist die stärkste
Beschleunigung erreicht. Auf diese Weise erreicht die Montage die
größten Wurfweiten.

Seitenwurf
Steht man vielleicht unter einem Baum und hat man zu wenig Platz
für den Überkopfwurf, kann man die Rute seitlich von sich
führen. Dieser Seitenwurf ist einfach ein schräg gelegter
Überkopfwurf.

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