Zur HiKi Startseite

Führen von Kunstköder

Es ist nicht einfach damit getan, einen Kunstköder irgendwie durch das Wasser zu ziehen. Vielmehr muss ihm durch Rucke der Rutenspitze und durch wechselnde Einholgeschwindigkeit Leben eingehaucht werden. Am Einfachsten findet man die natürlichste oder verlockenste Bewegung vor dem ersten Wurf dicht unter der Oberfläche heraus, wo man den Köder beobachten kann. Häufig sind langsame Geschwindigkeiten die besten.

Genauso wichtig ist es, in verschiedenen Tiefen zu arbeiten. Zunächst beginnt man einen sinkenden Köder unmittelbar nach dem Eintauchen einzuholen. Beim nächsten Wurf zählt man vor der ersten Kurbelumdrehung zum Beispiel bis zwei, beim nächsten bis vier und so weiter bis der Köder kurz über dem Grund läuft. Erfolgt in einer dieser Tiefen ein Biss, sollten die nächsten Würfe in der gleichen Tiefe geführt werden, da hier mit großer Wahrscheinlichkeit noch weitere Fische stehen. Liegt auf dem Weg des Köders eine deutlich tiefere Stelle, sollte man ihn auch dort hinunter tauchen lassen.

Schwimmende Wobbler werden durch einige schnelle Kurbelumdrehungen zunächst auf die richtige Tiefe gebracht und dann normal eingeholt. Ihre sinkenden Versionen lässt man wie Metallköder nach der Zählmethode arbeiten. Da in vielen Fällen die Räuber dicht am Ufer lauern, muss der Köder möglichst bis direkt vor die Füße aufmerksam geführt werden – manchmal kommt der Biss in letzter Sekunde.

Flach oder tief
Bei Fischarten, wie Zander oder Waller, die sich tagsüber meistens in Grundnähe aufhalten, kann man sich das Absuchen von Oberflächen- und Mittelwasser normalerweise sparen. Nur wenn flüchtende Kleinfische in Panik aus dem Wasserspringen, sollte man dort sein Glück versuchen. Dagegen kommen Wels und Zander mit der Dämmerung auch an die Oberfläche oder an das seichte Uferwasser, wo sie unter Kleinfischen auf Raubzug gehen.

Führen von Kunstköder - Wobbler